Salento und die Zona Cafetera

Nach drei tollen gemeinsamen Wochen mit meinem Freund Andres wollte ich nun raus aus dem „Eisschrank Bogotá“. Im Anschluss an eine herzliche Verabschiedung ging es von der Hauptstadt Kolumbiens weiter ins beschauliche Salento.

Salento liegt in der Zona Cafetera, der Kaffeeregion Kolumbiens. Um der Rush Hour zu entkommen, verließ ich Bogotá bereits früh am morgen. Die kurvenreiche Strecke führte über Ibaguá und Armenia nach Salento.

Die Andenroute ließ mein Motorradfahrer-Herz höher schlagen. Wären da nicht die ständigen LKW’s mit ihren „Kamikaze Manövern“, die einem das Leben teils ganz schön schwer machen. Zudem regnete es den halben Tag, so dass ich ziemlich durchnässt in Salento ankam.

Zum Glück musste ich mich nicht lange mit der Hostelsuche aufhalten, denn ich hatte mir die Bleibe bereits vorab herausgesucht. Ich übernachtete im wunderbaren „Plantation House“ etwas abseits vom Stadtkern. Die Unterkunft gehört dem Engländer Timohty alias „Don Elias“, der ganz in der Nähe wohnt und den Kaffee zu seiner Passion gemacht hat.

Salento Kolumbien

Anfahrt nach Salento

The Plantation House Salento

Hosel "The Plantation House"

Salento Kolumbien Kaffeezone

Zimmer im Plantation House

Salento Backpacking Kolumbien

Grüne Hügellandschaft in Salento

Kaffee Tour in Salento mit Don Elias

Am Tag meiner Ankunft unternahm ich nicht mehr viel, da mich die Fahrt ziemlich geschlaucht hatte. Ich schlenderte noch ein wenig durch die Gegend und unterhielt mich mit einem berliner Pärchen, dass sich das Hostel für ihren Kurztrip herausgesucht hatte. Kurz darauf vielen bei mir auch schon die Augen zu.

Am nächsten morgen nahm ich an der 4-stündigen Kaffeetour teil, die von Timothy persönlich durchgeführt wurde. Und zwar mit jeder Menge Charme und Witz, so dass zu keiner Zeit Langeweile aufkam. Bei der Tour spürte man seine Liebe zum Kaffee.

Timothy führte uns über seine in der wunderbaren Natur gelegene Plantage. Wir erhielten hierbei einen Einblick in den kompletten Prozess der Kaffee-Erzeugung vom Samen bis zum Endprodukt. Er ist einer der wenigen Produzenten Kolumbiens, der auf organischen Anbau anstatt von Massenproduktion setzt. Zum Ende gab es dann noch eine nette Verkostung.

Salento Reisebericht Kolumbien

Start der Kaffeetour

Salento Reisebericht Kolumbien

Kaffeefarm "Don Eduardo"

Reisebericht Salento Kolumbien

Timothy in seinem Element

Salento Reiseblog Südamerika

Die Kaffeepflanze

Kaffee Tour zur Finca Don Eduardo Salento

Ran an die Kaffemühle

Zona de Cafetera Kolumbien

Kolumbianische Kaffebohnen

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Kaffeearomen

Rundgang durch Salento

Nach der Kaffeetour nutzte ich den Nachmittag für eine Besichtigung von Salento. Die beschauliche Kleinstadt ist im kolonialen Stil errichtet. Glücklicherweise hatten wir kein Wochenende, denn dann strömen die Touristen in Scharen hier her.

Die Straßen rund um den großen Marktplatz sind schön bunt und laden zum Verweilen ein. Eine kleine Seitenstraße führt zu einem Aussichtspunkt oberhalb der Stadt. Hier hat man seine Ruhe und kann Salento ganz entspannt aus der Vogelperspektive begutachten.

Reisebericht Salento Kolumbien

Salento / Kolumbien

Salento Backpacking-Kolumbien

. . . gemütliches Salento . . .

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Aufstieg zum Mirador

Kolumbien Südamerika Backpacking Tour

Salento aus der Vogelperspektive

Popayán

Am nächsten Morgen ging es für mich von Salento aus weiter in die Stadt Popayán. Im Hostel traf ich auf ein Pärchen aus den Staaten, dass die Welt mit dem Fahrrad umrundete. Meinen Respekt! Dagegen war meine Motorradtour wohl ein Kindergeburtstag 😉

Außerdem lerne ich zwei Jungs aus Würzburg kennen. Ohnehin traf ich in letzter Zeit in Kolumbien auf viele Deutsche. War das Land früher allenfalls auf der Bucket List von Abenteurern, so ist Kolumbien heute weit mehr als ein Geheimtipp.

Mit den beiden würzburger Jungs ging ich abends noch auf ein Bier raus. Die Altstadt von Popayán ist durchaus sehenswert. Und die vielen Studenten verleihen der Stadt einen ganz bestimmten Flair. Den Status „Welterbe der Unesco“ empfinde ich aber ein wenig übertrieben.

Spät am Abend landeten wir in einer kleinen Kneipe. Dort waren wir unübersehbar die einzigen Gringos. Kaum hatten wir uns niedergelassen, wurden wir von einem Kolumbianer schon auf eine Runde Schnaps eingeladen. Derartige Einladungen abzulehnen ist in Kolumbien verpönt und so endete unser Abend feucht fröhlich in der Bar.

Dem Hochprozentigen sei Dank ging es am nächsten Morgen erst etwas später raus. Nach einem obligatorischen Tinto (kleiner Kaffee) und einer herzlichen Verabschiedung von den beiden Jungs fuhr ich weiter von Popayán nach Pasto. In Pasto kam ich erst am späten Nachmittag an.

Was ich von der mittelgroßen Stadt zu sehen bekam war aber wenig spektakulär. Nach ein wenig Suche fand ich aber ein nettes Hostel, indem ich auch mein Motorrad sicher parken konnte.

In Pasto blieb ich lediglich für eine Nacht. Nach 2 Monaten war es für mich an der Zeit Kolumbien zu verlassen und weiter zu ziehen. Kolumbien war großartig und die Menschen unbeschreiblich. Am nächsten Morgen sattelte ich auf und fuhr in Richtung ecuadorianischer Grenze, womit ein neues Kapitel meiner Südamerika-Reise aufgeschlagen wurde!

Popayán Kolumbien

Hostel in Popayán

Popayán Backpacking Kolumbien

Altstadt Popayán

Backpacking Kolumbien Südamerika

Verabschiedung von den Jungs aus Würzburg

Mehr Informationen/Reisetipps:

Salento liegt im üppig grünen Hochland in der Zona Cafetera, der Kaffee Zone Kolumbiens. Hier wird der Großteil des kolumbianischen Kaffees angebaut. In dem ca. 4000 Einwohner umfassenden Dorf Salento hat man das Gefühl gerade eine Zeitreise unternommen zu haben. Viele bunte Häuser im kolonialen Baustiel säumen die Straßen und Männer reiten mit ihren Pferden wie Cowboys durchs kleine Dorf.

Sehenswert ist der große Marktplatz im Zentrum von Salento. Nicht weit von hier erreicht man über einige hundert Treppenstufen ein Hochplateau, von wo aus man eine herrliche Aussicht über Salento und die Umgebung genießen kann.

Einmal in Salento muss man natürlich an einer Kaffee Führung teilnehmen. Die Kaffee Tour von Timothy alias Don Elias war großartig. Der Mann, der mit seinem weißen Bart ein wenig wie Papa Schlumpf daher kommt, weiß eine ganze Menge über Kaffee und er bringt dies auch äußerst authentisch rüber.

Die Kaffee-Touren starten im Hostel „The Plantation House“ und werden von hier aus organisiert. Das Hostel ist sehr nett und eine kleine grüne Oase. Ich habe meine Zeit im Hostel sehr genossen.

Hier der Link zum Plantation House: Hostel „The Plantation House“

Ein Besuch von Salento lässt sich auch wunderbar mit dem Nationalpark „Valle de Cocora“ verbinden. Dort strecken riesige Wachspalmen ihre Blätter dem Himmel entgegen. Die Landschaft ist wunderschön und lässt sich von Salento aus gut erreichen.

Hast du auch schon mal Salento und die Zona de Cafetera in Kolumbien besucht? Wie waren deine Eindrücke? Lass es mich wissen und schreibe einen Kommentar!

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