Was findest du hier?

Auf dieser Seite veröffentliche ich Reiseberichte und Videos meiner Abenteuerreise durch Mittel- und Südamerika. Während meiner einjährigen Auszeit durfte ich nicht nur die Schönheit Lateinamerikas bestaunen. Vielmehr begegnete ich auf meiner Reise so vielen wunderbaren Menschen, die für immer einen Platz tief in meinem Herzen haben werden. Darüber hinaus haben mich die Erlebnisse und Erfahrungen auch als Mensch wachsen lassen.

Warum überhaupt reisen?

„Man reist nicht um anzukommen, sondern um zu reisen!“

Johann Wolfgang von Goethe

Das Reisen ist bei den meisten Menschen mit einer großen Sehnsucht verbunden. Eine Sehnsucht nach Abenteuern und dem Unbekannten. Für meine Mittel- und Südamerikareise hatte ich meine Reiseroute bewusst nur ganz grob im Voraus geplant. Immer wieder kam es zu spontanen Veränderungen.

Bewahrt man sich die Flexibilität beim Reisen, so tritt irgendwann ein besonderer Reiseflow ein. Und in diesem Flow machst du ganz spezielle Erfahrungen und bestimmte Momente deiner Reise wirst du ein Leben lang nicht vergessen.

Mit dem Motorrad in 3500 Metern Höhe in den Wolken fahren oder mitten im Nirgendwo von Einheimischen zur Übernachtung und zum Essen eingeladen zu werden lassen deine Emotionen nur so sprießen. Das sind Erfahrungen, die dir im Alltag so sicher nicht begegnen und die das Reisen so einzigartig und unvergleichbar machen.

Macht reisen glücklich(er)?

Mit meiner Antwort muss ich dich wohl leider enttäuschen. Zwar bin ich unglaublich dankbar für meine Reise und ich habe sie auch noch keinen Tag bereut. Aber per se glücklich(er) macht das Reisen meiner Ansicht nach nicht. Natürlich hattest du unvergessliche und einzigartige Momente auf deiner Reise. Aber auch diese verblassen mit der Zeit und irgendwann holt dich der Alltag wieder ein. Bei deinen Freunden und in deiner alten Umgebung hat sich nicht viel verändert. Du sitzt in deiner Wohnung und fragst dich, was von deiner Reise geblieben ist.

Aber warum kommen manche Reisende wie ausgewechselt zurück von ihren Reisen? Ich denke es liegt daran, dass jede Langzeitreise ein wahnsinniges Wachstumspotenzial in sich trägt. Egal ob auf einer „traditionellen“ Backpacking Tour oder einer Individualreise. Reisen läßt dich wachsen und du wirst von Tag zu Tag größer. Auf Reisen musst du täglich deine Komfortzone verlassen und dich neuen Herausforderungen stellen. Kein Tag ist wie der andere und du musst flexibel hierauf reagieren. Du erkennst, dass viel mehr in dir steckt, als dir bewusst ist und viele entdecken ganz neue Seiten und Talente an sich selbst.

Immer dann, wenn große Gefühle und Emotionen im Spiel sind (egal welcher Art) kommt es beim Menschen zum Lernen. Aufgrund der angesprochenen Begleiterscheinungen ist dies beim Reisen überproportional häufig der Fall.

„Irgendwann begibst du dich während deiner Langzeitreise auf eine weitere Reise“

Du setzt dich mehr und mehr mit deinem „inneren Ich“ auseinander und lernst dich dadurch besser kennen. Für diesen Prozess der Achtsamkeitsreise benötigst du Zeit und nur wenige Ablenkungen. Erstes hat man auf einer Langzeitreise mehr als genug.

Um die Reise zu dir selbst anzutreten, ist es förderlich, zumindest hin und wieder alleine zu reisen. Denn hier fällt es dir einfacher dich zu fokussieren. Dies ist freilich nicht immer ganz einfach und man muss dies auch aushalten können. Wir sind es heutzutage einfach nicht gewohnt Zeit mit uns selber zu verbringen. Ich sehe dies aber eher als große Chance. Die Auseinandersetzung mit dir selbst bietet die Möglichkeit zu einem zufriedenen und sinnerfüllten Leben, wovon du auch gerade nach der Reise profitieren kannst.

„Reisen ist das einzige, was du kaufen kannst, dass dich reicher macht“

Also um nochmals den Bogen zur Ausgangsfrage zu spannen. Reisen macht nicht zwingend glücklicher. Es trägt aber unglaubliches Potenzial zu Veränderungsprozessen in sich, die dein Leben nachhaltig bereichern können. Aber nur du selber kannst die Segel in eine andere Richtung bewegen. Nur Mut, denn es lohnt sich!

Warum Mittel- und Südamerika?

Vor dem Start meiner Mittel- und Südamerikareise durchstöberte ich viele Reiseblogs und ich ließ mich hiervon inspirieren. Im Kern ging es bei meiner Reiseplanung immer darum mit einem begrenzten Budget möglichst lange Reisen zu können.

Nachdem ich verschiedene Reiseszenarien durchgespielt hatte landete ich schließlich bei der Region um Mittel- und Südamerika. Hier ersparte ich mir schon mal hohe Kosten für viele Flüge, was das Reisen auch nachhaltiger macht. Das Preisniveau war hier auch im moderaten Bereich. Außerdem konnte ich mir auf dieser Reise einen weiteren Traum erfüllen, nämlich mit dem Motorrad über die Panamericana zu cruisen. Je mehr ich darüber nachdachte umso besser gefiel mir die Geschichte. Und dann machte ich schließlich Nägel mit Köpfen und buchte mein Flugticket nach Mexiko.

Im Nachhinein betrachtet war es die goldrichtige Entscheidung gewesen. Eine Reise nach Lateinamerika kann ich nur jedem ans Herz legen, der neugierig ist, sich für andere Kulturen und Sprachen begeistern kann und die Natur liebt. Und du wirst unvergessliche Abenteuer erleben!

Welche Reiseroute habe ich gewählt?

Eine Reiseroute durch Mittelamerika und Südamerika ist schnell gefunden. Entweder man reist von Norden nach Süden oder umgekehrt (vereinfacht formuliert).

Ich startete mit meiner Reise in Mexiko und reiste zunächst mit dem Bus weiter ins Nachbarland Guatemala. Hier konnte ich meinen Traum vom Motorradkauf realisieren. Von Guatemala aus ging es mit dem Zweirad dann über El Salvador, Nicaragua, Honduras und Costa Rica bis nach Panama.

Nun ging es rüber nach Südamerika. Während mein Motorrad mit dem Container verschifft wurde nahm ich das Flugzeug nach Kolumbien. In Cartagena wurde wieder aufgesattelt und über Ecuador und Peru fuhr ich am Pazifik entlang in Richtung Süden. Schweren Herzens trennte ich mich im südlichen Peru von meinem Bike und es ging mit Bus und Bahn weiter. Das nördliche Chile, Bolivien und Brasilien waren meine weiteren Stationen, bevor ich von Salvador de Bahia wieder meine Heimreise antreten sollte.

Grob skiziert sah meine Reiseroute wie folgt aus: